Die Ausstellung

Die Mädchen von Zimmer 28, L 410, Theresienstadt


Autorin, Kuratorin ©: Hannelore Brenner-Wonschick, Berlin, 2004
Verleih: Room 28 Projects  

Die Ausstellung veranschaulicht die in dem Buch ‚Die Mädchen von Zimmer 28’ erzählte Geschichte. Sie spiegelt den Alltag der Kinder im Zimmer 28, Mädchenheim, Theresienstadt zwischen 1943 und 1944, einen Alltag, der den Kern der drohenden Katastrophe in sich birgt.

Die 23 klar strukturieren Schautafeln (Text und Dokument) und die im Kunstunterricht mit Friedl Dicker-Brandeis entstandenen Kinderzeichnungen lassen vielerlei Facetten, Aspekte, Motive und persönliche Schicksale aufleuchten. Sie sprechen im Besonderen junge Menschen an. Denn die Ausstellung vermittelt mehr als ein trauriges Kapitel des Holocaust. Hier halten junge jüdische Häftlinge einer menschenverachtenden Welt ihre Werte und Ideale entgegen (Symbol hierfür: Maagal), füllen Begriffe wie Freundschaft, Solidarität und geistiger Widerstand mit Leben und rücken unmerklich ein ebenso zeitloses wie aktuelles Thema in den Mittelpunkt: die elementare Bedeutung von Kunst und Kultur und die Erziehung zur Menschlichkeit.
Der Nachbau des „Zimmer 28“ - er verdankt sich dem Deutschen Bundestag, der ihn für die Ausstellung im Januar 2008 im Paul Löbe Haus errichten ließ – trägt das Seine dazu bei, der Ausstellung sinnliche Präsenz zu verleihen.

Die Ausstellung ist ein ideales pädagogisches Medium. Sie wurde seit der ersten Eröffnung in Schwerin von unzähligen Schülern und Lehrern besucht. Als Zeitzeugen werden die ‚Mädchen von Zimmer 28’ gerne von Schulen eingeladen, denn sie stehen für lebendigen Dialog mit der jüngeren Generation, und die Ausstellung erfüllt deren Anliegen, an die Freunde und all jene zu erinnern, die im Holocaust ermordet wurden und die Erfahrungen ihrer Kindheit jungen Menschen zu vermitteln.

Die Ausstellung ist ein ideales Begleitprogramm insbesondere zu Aufführungen der Kinderoper Brundibár und zu Theresienstadt betreffende Veranstaltungen (Konzerte, Festivals, Symposien) und Veranstaltungen, die die Bedeutung von Kunst und Kultur reflektieren.

Die Ausstellung in der jetzigen Form ist nur ein Anfang. Erweiterung, Vertiefung, Ergänzung – kurzum Vervollkommnung steht auf dem Programm. Und das Ziel heißt: ein ständiges Domizil für die Ausstellung.

Die Ausstellung gibt es auf Deutsch, Tschechisch, Französisch und Englisch.

© Copyright Hinweis
Die Werke der Autorin Hannelore Brenner-Wonschick sowie die darin enthaltenen Dokumente der ‚Mädchen von Zimmer 28’ sind urheberrechtlich geschützt. Sie dürfen nicht ohne Genehmigung reproduziert werden. Eine Verwertung bedarf der Genehmigung durch die Autorin.

Infoblatt zur Ausstellung und Leihgebühr finden Sie hier.

Begleitmaterialien zur Ausstellung finden Sie hier

Chronik der Ausstellung finden Sie hier.

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Anna Hanusová from Brno remembers her friends.jpg Exhibition in Leipzig, Gewandhaus.jpg Handa Drori from Israel talking to students.jpg Reconstruction of ‘room 28’. Photo © www.evelinfrerk.de.jpg Schöneberg Townhall, 2009 © www.evelinfrerk.de.jpg