Brundibár

 

Brundibár und die Kinder von Theresienstadt– dies sind zwei Geschichten, untrennbar miteinander verwoben. Brundibár, die Kinderoper von Hans Krása und Adolf Hoffmeister, 1938 in Prag entstanden und von jüdischen Kindern im Konzentrationslager Theresienstadt über 50 Mal aufgeführt, ist heute ein Denkmal für die Kinder, die den Holocaust nicht überlebten. Unauslöschlich bleibt die Geschichte von Aninka und Pepiček und dem Leierkastenmann Brundibár mit dem Schicksal ihrer ersten Darsteller im Theresienstädter 'Ghetto' verbunden und hält die Erinnerung an sie lebendig; und mit ihr auch den Glauben an den Sieg des Guten über das Böse.

Auch die ‚Mädchen von Zimmer 28’, die den Holocaust überlebten, tragen diese Erinnerung weiter. Deren Geschichte ist auch die der Aufführungen von Brundibár in Theresienstadt. Als ab Juli 1943 Brundibár geprobt wurde, waren auch einige der ‚Mädchen von Zimmer 28’ dabei - Ela Stein (heute Ela Weissberger/USA) als Katze, Maria Mühlstein spielte oft den Spatz (alternativ zu Stephan Sommer)und an der Seite ihres Bruders Eli Mühlstein gelegentlich auch Aninka. Handa Pollak (heute: Drori/Israel), Anna Flachová (heute: Hanusová/Brno) sangen im Chor der Schulkinder.


Heute gehören die ‚Mädchen von Zimmer 28’ zum kleinen Kreis der Zeitzeugen, die die Erinnerung an ihre ermordeten Freunde in Theresienstadt lebendig halten; und die Erinnerung an Hans Krása und die Oper, die für sie zum „Licht in der Dunkelheit“ wurde - Brundibár.

 

In den USA ist es vor allem Ela Weissberger (Foto rechts), die an Brundibár und die Kinder von Theresienstadt erinnert. Sie und ihre Freundinnen - im Besonderen Helga Kinsky, Anna Hanusová und Evelina Merová - sind sehr häufig in Deutschland zu Gast: zu Ausstellungseröffnungen, Lesungen, Zeitzeugengespräche und Projekten mit Jugendlichen


Neben dem  Buch, der  Ausstellung und der CD mit dem Hörfunkfeature „Brundibár und die Kinder von Theresienstadt“ bietet ROOM 28 PRJECTS weitere Informationen,
 Anregungen und Medien zur Vertiefung der Thematik.

 

Hier ein Überblick der Angebote und Informationen (Auswahl)

 

Brundibár und die Kinder von Theresienstadt

Die vom Berliner Label EDA herausgegebene Doppel-CD enthält eine CD mit Brundibár (collegium iuvenum Stuttgart/SWR 1997) und auf der zweiten CD das Hörfunkfeature „Brundibár und die Kinder von Theresienstadt“ von Hannelore B.

Wonschick. 

 

Auf dieser Hörfunkdokumentation, eine Produktion des ORF Wien/1998, hören Sie u.a. die Zeitzeugen Anna Hanusová, Helga Kinsky, Alice Sommer, Greta Klingsberg, Eva Herrmanová, Eliska Kleinová, Trude Simonsohn, Thomas Mandl, Leopold Lowy, Paul Aron Sandfort/Kopenhagen.

Sie können die CD über unseren shop bestellen. 


Hans Krása und Adolf Hoffmeister: Brundibár

Die Rechte der Kinderoper Brundibár liegen beim Musikverlag Boosey & Hawkes/Bote & Bock, Berlin


Direkten Email-Kontakt zum Verlag haben Sie Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Der Musikverlag Boosey & Hawkes vertritt die Rechte weiterer Komponisten und Kompositionen, die mit Theresienstadt verbunden sind. Mehr erfahren Sie hier 



 Text- und Bildband zur Ausstellung


Das Booklet „Die Mädchen von Zimmer 28“ enthält ein informatives Kapitel zu Brundibár mit Details zur Entstehungs- und Aufführungsgeschichte sowie Erinnerungen der ‚Mädchen von Zimmer 28’ an Brundibár.

Sie können das Booklet über unseren shop bestellen.


Brundibár & Die Mädchen von Zimmer 28

 

Ein Überlinger Lehrstück. Von Hannelore Brenner-Wonschick Veröffentlicht in: Erziehungskunst, Zeitschrift zur Pädagogik Rudolf Steiners, 2/2006  

Bericht (7 Seiten) über das schulübergreifende Brundibár-Projekt in Überlingen („ein echtes Glanzstück“/Südkurier), in dessen Rahmen im Oktober 2005 acht der ‚Mädchen von Zimmer 28’ für eine Woche an den Bodensee eingeladen wurden. Der Bericht zeichnet ein Bild der vielfältigen Facetten und Aspekte, die durch die Auseinandersetzung mit der Kinderoper Brundibár und der Geschichte der ‚Mädchen von Zimmer 28“ sichtbar werden und der Chancen, die solchen Projekten innewohnen. Auch wirft  er Fragen auf, die sich allen, die die Oper inszenieren wollen, stellen: Wie gehe ich bei der Inszenierung von Brundibár mit dem Wissen um die Tragödie um? Welche Bedeutung hat der geschichtliche Hintergrund für das Regiekonzept? Soll der historische Kontext  einfließen in die  Inszenierung, und wenn ja, wie?

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